Mammographie



Als Mammographie wird eine Röntgenuntersuchung der Brust bezeichnet. Hierzu werden in der Regel zwei Aufnahmen von jeder Brust angefertigt. Für die Untersuchung muss die Brust im Röntgengerät etwas zusammengedrückt (komprimiert) werden. Das Zusammendrücken der Brust wird gelegentlich als unangenehm oder schmerzhaft empfunden. Ein gewisser Druck ist jedoch erforderlich, um durch Verringerung der Gewebedicke eine gute Bildqualität zu erreichen und die erforderliche Strahlendosis zu senken.

Bei der analogen Mammographie wird das entstandene Bild als Röntgenfilm entwickelt, bei der digitalen Mammographie werden die gemessenen Absorptionsdaten an einen Computer weitergeleitet, der das Bild auf einem Betrachtungsmonitor bereitstellt. Zwischen analoger Mammographie und digitaler Mammographie gibt es technische Unterschiede in Bezug auf das Auflösungsvermögen. Nach bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen sind die Methoden jedoch als gleichwertig einzustufen. Ein relevanter Unterschied besteht in der Strahlenbelastung, die bei der digitalen Vollfeldmammographie um ein Drittel niedriger ist.

Im Einzelfall können die zwei Aufnahmen einer Brust um Spezialprojektionen ergänzt werden. Vergrößerungsmammographieaufnahmen einzelner Regionen der Brust dienen meist der Detailanalyse von Mikrokalzifikationen oder kleinen Tumorherdschatten. Am Rand des Drüsenkörpers gelegene Befunde, insbesondere auf der Seite der Achselhöhle, benötigen gelegentlich eine dritte, speziell auf diesen Bereich ausgerichtete Zusatzaufnahme.

Nach Abschluss der Röntgenuntersuchung nimmt der zuständige Arzt eine vorläufige Bewertung vor. Hierzu ist in der Regel zusätzlich die Tastuntersuchung der Brust zum Abgleich der Befunde erforderlich. Zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt eine erneute Befundung der Röntgenbilder an

Spezialbetrachtungsplätzen mit Vergrößerungsmöglichkeiten sowie die Durchsicht der Aufnahmen durch einen weiteren Arzt (Zweitbefunder). Hierbei wird die endgültige Befundung festgelegt und über weitere Untersuchungsschritte entschieden.
Als Spezialuntersuchung kann bei einer Absonderung von Flüssigkeit aus der Brustwarze eine Milchgangsdarstellung (Galaktographie) erforderlich sein. Die Galaktographie entspricht einer Mammographie, bei der über eine sehr dünne Kanüle zuvor Kontrastmittel in den Milchgang eingespritzt wird. Das resultierende Mammogramm zeigt dann den gefüllten Milchgang und eventuelle krankhafte Veränderungen.
Die Röntgen-Mammographie ist derzeit das einzige Verfahren, dessen Eignung zur Erkennung früher Karzinome und Karzinomvorstufen allgemein anerkannt ist. In Deutschland wird derzeit ein qualitätsgesichertes Mammographie-Screening-Programm auf der Grundlage der „Europäischen Leitlinien für die Qualitätssicherung des Mammographie-Screenings“ für Frauen von 50-69 Jahren aufgebaut. Insgesamt knapp hundert dieser Einheiten sind bis Ende 2008 in ganz Deutschland geplant. Etwa 84 Regionen bieten das Mammographie-Screening bereits für die Frauen im betreffenden Alter zwischen 50 und 69 Jahren, an (Stand Januar 2008).

 

 

 
 Das Brustzentrum Linker Niederrhein ist eine zertifizierte Gemeinschaftseinrichtung des Krankenhauses Bethanien Moers und des Wilhelm-Anton-Hospitals Goch
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